NACHHALTIGKEIT

Schon seit einiger Zeit ist der Begriff der Nachhaltigkeit auch auf dem Sektor der Immobilien zunehmend präsent.

Der Begriff an sich ist nicht geschützt, sodaß sich durchaus viele Definitionen in diversen Medien finden. Je nach Interressenlage wird der Begriff mal sehr weit und ein andermal sehr eng gefasst.

 

Grundsätzlich betrachten wir den Begriff als ein sehr umfassendes Instrument um neue Wege auf dem Feld der Architektur zu beschreiten. Ein Gebäude sollte heute so umfassend betrachtet werden, dass eine Gesamtbilanz von der Entstehung bis zum Recycling möglich ist.

Noch ist die umfassende Berücksichtigung der Nachhaltigkeit nicht gesetzlich geregelt, auf Wunsch des Bauherrn berücksichtigen wir dies aber gerne für Ihr Bauvorhaben.

 

Diese Gesamtbilanz sollte folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Ökologische Dimension der Nachhaltigkeit
  • Ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit
  • Soziale und kulturelle Dimension der Nachhaltigkeit

Unter der ökologischen Dimension werden z.B. die Bereiche des Primärenergieaufwandes, das Ozonbildungspotential, das Versauerungspotential und einiges mehr bewertet.

Unter der ökonomischen Dimension werden die z.B. Bereiche der Errichtungskosten, der Nutzungskosten und der Rückbaukosten beleuchtet.

Unter der sozialen und kulturellen Dimension sind die Bereiche der Gestaltung/Ästhetik, Barrierefreiheit, Gesundheit und Behaglichkeit berücksichtigt.

 

In den vergangenen Jahren haben sich einige Zertifizierungssysteme etabliert. Das 2009 von der "Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen" (DGNB) entwickelte System gilt als das umfassenste. 

Prinzipiell geht es nicht darum in allen Punkten eine beste Bewertung zu haben, sondern ein ausgewogenes Verhältnis in der Gesamtbewertung zu finden, bei dem der Bauherr auch seine eigenen Kriterien gewichten kann.

Am Ende muss jedoch ein Gebäude stehen, von dem mit gutem Gewissen behauptet werden kann, über den Tellerrand hinaus die Gesamteinwirkung auf Mensch und Umwelt betrachtet und optimiert zu haben.

 

In Anbetracht der sich dramatisch verändernden Randbedingungen in denen wir Leben und die sich auf unsere Existenz auswirken, wird sich auch auf dem Sektor der Bauindustrie die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit durchsetzen.

Kein Immobilienbesitzer wird in Zukunft davon unberührt bleiben. Wohldem der sich frühzeitig damit auseinandersetzt.

Für weitere Informationen sind folgende Internetauftritte empfehlenswert:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)

Informationsportal nachhaltiges Bauen

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

 

oder Sie rufen bei uns an, wir beraten Sie gerne.

BAUBIOLOGIE

Eng verwoben mit dem Thema der Nachhaltigkeit, und auch Bestandteil, ist die Beachtung baubiologischer Grundsätze. Traditionell wird Baubiologie mit gesundem Innenraumklima verbunden. Das heißt im Wesentlichen die Berücksichtigung gesundheitlicher Auswirkungen der verwendeten Baustoffe auf die Bewohner.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zwischen 1990 und 2003 der Anteil hochflüchtiger organischer Verbindungen (VOC) im Bauwesen um ca. 20% zugenommen hat, macht deutlich, wie brisant diese Entwicklung ist.

Viele moderne Baumaterialien werden entweder direkt labormässig hergestellt oder haben solche Bestandteile in Form von Zusatzstoffen. Grundsätzlich sind viele dieser Baustoffe auch sinnvoll, da Sie für ihren Einsatzzweck optimal eingestellt werden können. Dennoch ist ein bedenkenloser oder falscher Einsatz nicht ohne Risiko, da gesundheitliche Schädigungen u.U. nicht auszuschliessen sind.

 

Eine umfassende Betrachtung aller verwendeten Baustoffe, technischen Einrichtungen, etc. und deren Auswirkung auf die Nutzer können Sie auf Wunsch von uns erwarten, da wir mit Baubiologen zusammenarbeiten. Grundsätzlich erhalten Sie von uns standardmässig eine Dokumentation der verwendeten Baustoffe auf Basis der Produktdatenblätter die von uns erläutert werden.